Eine intensive Probenwoche liegt hinter den Schauspielerinnen und Schauspielern sowie den Musikerinnen und Musikern des Gymnasiums am Deutenberg. Gemeinsam verbrachten sie eine Woche auf Schloss Kapfenburg bei Aalen, um konzentriert an ihrem diesjährigen Theaterprojekt zu arbeiten: einer eigenständig entwickelten Inszenierung rund um Ovids „Metamorphosen“.
Im Zentrum der Arbeit stand dabei eine offene, forschende Leitfrage: Welche Metamorphose interessiert mich – und wie lässt sie sich auf die Bühne bringen? Ausgehend von dieser Frage entwickelten die über 20 Schülerinnen und Schüler eigene Szenen, experimentierten mit Formen des Erzählens und suchten nach individuellen, auch ungewöhnlichen Zugängen zu den antiken Stoffen. Verwandlung wurde dabei nicht nur als Motiv, sondern als theatrales Prinzip erfahrbar gemacht: Figuren, Perspektiven und Spielweisen gingen ineinander über, wurden verworfen und neu zusammengesetzt.
Die Probenarbeit war geprägt von einem hohen Maß an Eigenverantwortung und Kreativität. Immer wieder wurden Ideen gemeinsam diskutiert, erprobt und weiterentwickelt. Wie lässt sich eine innere Verwandlung sichtbar machen? Wann wird aus einer Erzählung ein Spiel, wann aus einem Spiel wieder ein Erzählen? Solche Fragen begleiteten die Gruppe durch die Woche und führten zu einer Vielzahl experimenteller Szenenformate.
Im großen Konzertsaal am Burghof arbeiteten die Musikerinnen und Musiker parallel an eigenen Kompositionen und Arrangements. Neben der Weiterentwicklung bekannter Stücke entstanden auch neue musikalische Ideen, die die Vielfalt der szenischen Ansätze aufgriffen. Zugleich probte die Gruppe intensiv an ihrem Set für ihren Auftritt Ende April.
