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Studienfahrt nach Rom

Vom 15. bis 19.09.2019 waren 15 Schülerinnen und Schüler der Kursstufe 2 des GaD in Begleitung von Herrn Lamparter und Frau Mertsch auf Studienfahrt in Rom.

Nachdem wir am frühen Abend des ersten Tages unser Hotel bezogen und etwas zu Abend gegessen hatten, machten wir uns auf zu einem Abendspaziergang im antiken Zentrum der Stadt. Direkt am Ausgang der Metrostation erwartete uns zunächst das imposante Kolosseum, das durch seine Außenbeleuchtung die Pracht vergangener Tage erahnen lies. Unser Weg führte uns dann weiter entlang der belebten Via dei Fori Imperiali zur Trajanssäule, auf welcher wir Details der Schlachten Kaiser Hadrians sehen konnten. Weiter ging es zum berühmten Trevibrunnen, wo wir Münzen rückwärts über die Schulter in das Becken warfen um irgendwann einmal wieder nach Rom zurückkehren zu können. Nach einem Stopp in einem der ältesten Eiscafés der Stadt, dem Giolitti, ging es zuletzt noch zur Spanischen Treppe, wo wir etwas verweilten und das abendliche Treiben in der Ewigen Stadt beobachteten.

Am nächsten Tag stand das Thema antikes Rom auf dem Programm. Start war zunächst wieder das Kolosseum, das wir nun von Innen besichtigten. Darauf erklommen wir den Palatin, ehemaliger Sitz vieler antiker Paläste von Kaisern, Adligen und reichen Bürgern der Oberschicht. Von dessen Höhen aus hatten wir wunderbare Ausblicke auf den Circus Maximus, die ehemalige Pferderennbahn des antiken Roms sowie auf das Forum Romanum mit seinen Markt- und Gerichtshallen, Tempeln und Triumphbögen. Leider zeugen von der ehemaligen Bedeutung dieses Platzes heute meist nur noch Mauer- und Säulenreste. Beim anschließenden Spaziergang über das Forum, konnten wir uns durch die Erklärungen von Herrn Lamparter dann doch ein Bild von der Bedeutung dieses antiken Ortes machen. Am Nachmittag schauten wir uns dann auf dem Kapitolshügel um, dem heutigen Sitz des Rathauses von Rom. Im Jahr 1957 wurde hier mit den Römischen Verträgen ein wichtiger Schritt für die Entstehung der EU getan. In den Kapitolinischen Museen vermittelten uns im Anschluss die zahlreichen Exponate einen Eindruck vom Leben und der Kunst im antiken Rom.

Der Tag darauf sollte uns die Geschichte des christlichen Roms näherbringen und so machten wir uns auf in den Vatikan. Nachdem wir die Sicherheitssschleusen auf dem Petersplatz passiert hatten, traten wir in die gigantischen Hallen des Petersdomes ein. Hier brachte uns eine Führerin die Entstehungsgeschichte des Domes näher. Vorbei kamen wir dabei an zahlreichen Kunstgegenständen und Reliquien und Gräbern ehemaliger Päpste. Ein Highlight war dann die Kuppel des Petersdomes, die wir zu Fuß über immer kleiner werdende Stufen und schmaler werdende Gänge erklommen. Belohnt für diese Strapazen wurden wir oben dann mit einem fantastischen Weitblick über die Dächer und Kuppeln Roms. Heil wieder unten angekommen, schauten wir uns dann noch die Engelsburg mit der Engelsbrücke an, bevor wir etwas Freizeit in der Innenstadt genießen durften.

Der letzte Tag unserer Studienreise war dann gespickt mit vielen kleinen Sehenswürdigkeiten und schönen Plätzen, die wir alle zu Fuß entdeckten. Unser erstes Ziel war der idyllische Friedhof der Nichtkatholiken, auf dem viele berühmte Persönlichkeiten, wie zum Beispiel der englische Dichter John Keats, ihre letzte Ruhe fanden. Die angrenzende Begräbnispryramide des Caius Cestius gab dabei einen Einblick in die Geltungssucht eines antiken römischen Prätors. Bergauf ging es dann auf den Aventin-Hügel, wo wir uns mit dem Orden der Malteser vor deren Hauptsitz beschäftigten. Nachdem wir einen Blick in die Kirche Santa Sabina geworfen hatten, ging es weiter in einen schönen Orangenpark mit einem herrlichen Blick über Rom bis hin zum Petersdom. Bergab kamen wir daraufhin am Circus Maximus und der Kirche Santa Maria in Cosmedin mit dem Mund der Wahrheit vorbei. Am Tiber mit seiner Tiberinsel entlang gelangten wir dann in das Jüdische Viertel, wo das jüdische Leben noch heute die kulturelle Vielfalt der Stadt bereichert.

Weitere Stationen auf unserem Weg waren dann der Schildkrötenbrunnen, der Palazzo Spada und der Palazzo Farnese, wo wir uns mit Kunstgeschichte und Architektur beschäftigten. Über den Campo dei Fiori erreichten wir dann die Piazza Navona, ein großer ovaler Platz mit dem von Bernini geschaffenen Vierströmebrunnen in seiner Mitte. Noch bis ins 19. Jahrhundert machten sich wohlhabende Römer im Sommer einen Spaß daraus, dessen Wasser überlaufen zu lassen, sodass der Platz geflutet wurde. Die Kutschfahrt durch das Nass des Platzes bot dann eine spaßige Abkühlung. Die letzte Sehenswürdigkeit vor unserer Mittagspause war dann das berühmte Pantheon mit seiner antiken Betonkuppel, die schon knapp 2000 Jahre alt ist. Nach der Mittagspause stand dann die letzte Sehenswürdigkeit unserer Reise an: Die Kirche San Clemente mit deren Untergrund. Hier konnten wir uns in verschiedenen Tiefen die Baugeschichte der Kirche von heute über das Mittelalter bis in die Antike anschauen.

Voller Eindrücke, die wir während unseres kurzen Aufenthaltes in Rom gewonnen hatten, machten wir uns früh am nächsten Morgen auf die Heimreise. Gesund und munter, manchmal auch etwas müde und erschlagen kamen wir am Nachmittag dann wieder am GaD an.