Projekttage werden zum Schaufenster der Schule
Wer beim Schulfest über das Gelände des Gymnasiums am Deutenberg schlenderte, konnte an fast jeder Ecke etwas entdecken. Im Innenhof, in der Aula und in vielen Klassenzimmern zeigten die Schülerinnen und Schüler, womit sie sich in den vergangenen drei Tagen beschäftigt hatten. Manche Projekte luden zum Mitmachen ein, andere zum Nachdenken oder einfach zum Staunen.
Gleich im Innenhof blieb der Blick an einem Tisch voller Sorgenwürmchen hängen. In allen Farben und Größen lagen die gehäkelten kleinen Begleiter dicht an dicht. Projektleiterin Sonja Maier zeigte sich selbst überrascht, wie viele in nur drei Tagen entstanden waren. Ein paar Meter weiter erzählte das Waldprojekt seine Geschichte in Bildern. Dazu gab es Brot mit selbst gemachtem Kräuterquark. Die Kräuter dafür hatten die Schülerinnen und Schüler zuvor selbst gesammelt.
Daneben durfte gestöbert werden. Die Design-Werkstatt bot selbst gefertigten Schmuck, Anhänger und Haaraccessoires zum Verkauf an. Wer lieber selbst kreativ werden wollte, konnte mit Naturfarben malen. Auf Staffeleien waren die während der Projekttage entstandenen Bilder ausgestellt.
Im ersten Stock wurde es sportlich. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts „Kampfsport und Selbstverteidigung“ führten verschiedene Techniken vor, erzählten aber auch davon, dass sie in den vergangenen Tagen weit mehr gelernt hatten als Schläge und Tritte. Es ging um Respekt, Disziplin, Selbstvertrauen und darum, in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben.
Direkt nebenan warteten zwei Escape Rooms. Je nach Mut und Erfahrung konnten sich Besucherinnen und Besucher an unterschiedlich schwierigen Rätseln versuchen. In einem der Räume galt es, einen Mordfall aufzuklären.
Auch in der Aula ging es in einer Art Wandelausstellung um gesellschaftliche Themen: Das Projekt zu Diskriminierung und Rassismus setzte sich mit Vorurteilen und gesellschaftlicher Vielfalt auseinander. Sehr deutlich war da der Vergleich zweier Klassenzimmer – eines mit, eines ohne Migrationshintergrund. Gleich daneben zog eine selbst gebaute Spieluhr viele neugierige Blicke auf sich. Was während der Projekttage noch aus einzelnen Holz- und Metallteilen bestand, spielte nun tatsächlich eine Melodie, sobald die vielen Besucherinnen und Besucher eine Münze einwarfen.
Zwischendurch verlagerte sich das Geschehen immer wieder auf die Bühne im Innenhof. Die Rockband präsentierte mehrere Stücke, die sie während der Projekttage einstudiert hatte, während das Urban-Dance-Projekt mit einer gemeinsamen Choreografie zeigte, was in nur wenigen Tagen entstanden war. Zahlreiche Besucher blieben stehen, klatschten mit und sorgten dafür, dass der Innenhof immer wieder zur kleinen Open-Air-Bühne wurde.
Hinter dem Schulgebäude, neben dem neu gestalteten Grünen Klassenzimmer, war Ausprobieren ausdrücklich erwünscht. Das Projekt Erlebnispädagogik hatte verschiedene Geschicklichkeitsspiele aufgebaut. Mal musste balanciert, mal Wasser möglichst verlustfrei von einer Station zur nächsten transportiert werden. Was zunächst einfach aussah, entpuppte sich schnell als kleine Herausforderung.
Insgesamt präsentierten die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse von 32 Projekten vom Waldabenteuer über Urban Dance bis hin zu Nachhaltigkeit, Notfallvorsorge oder dem Leben nach dem Abitur. Organisiert und koordiniert wurden die Projekttage von den Lehrkräften Janine Krause, Yvonne Ried und Marco Sattel.











