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Lyonreise der Klassen 10 und 11

Lyon 2017 – Auf den Spuren der „Résistances“

Vom 6. bis zum 10. Februar 2017 begaben sich die französisch bilingualen Schüler und Schülerinnen der 10. Klasse und der Kursstufe 1 unter Begleitung der Lehrer Rolf Schlossmann und Sabine Kienzler nach Lyon.
Die Reise begann am Montagmittag am Schwenninger Bahnhof und führte über Villingen, Offenburg und Straßburg nach Lyon. Nach der Ankunft wurde als erstes ein gemeinsames Abendessen im Speisesaal eingenommen, wonach die Schüler ihre Zimmer bezogen und dann zusammen den restlichen Abend verbracht haben.
Am Dienstagmorgen machte sich die Gruppe, nach dem gemeinsamen Frühstück, zu einer Führung durch das «Maison des Canuts», dem Haus der Seidenweber, auf. Nachdem der Leiter der Gruppe etwas über die Herstellung der Seide und den aus der Seide aufwendig hergestellten Tüchern berichtet hatte, führte er sie durch die Stadt und erklärte den Sinn der «Traboules», Gängen zwischen den Häusern, die einen einfacheren Durchgang ermöglichen, aber auch beim Aufstand der Seidenweber im 19. Jahrhundert als Fluchtweg dienten. Anschließend besuchten sie das «Musée de la Résistance», in dem sie mehr über die Widerstandsbewegung im 2. Weltkrieg, über den Widerstandskämpfer Jean Moulin und den Gegenspieler, den Gestapochef Klaus Barbie in Lyon erfuhren.
Der dritte Tag begann früh mit einer Führung durch die Stadt unter dem Thema «Secrets de la Résistance» Die „Traboules“ dienten nun als schneller Flucht- und Transportweg für die Widerstandskämpfer im 2. Weltkrieg. Nach der Mittagspause folgte eine Führung durch die «Opéra national de Lyon», die mit ihrer modernen Bauweise imponierte und durch rote und schwarze Farbakzente, sowie durch eine beeindruckende Glasfront geprägt ist. Der Blick vom Ballettüberaum unter dem gläsernen Dach auf die Altstadt Lyons ist atemberaubend.
Es folgte eine Besichtigung der Altstadt, unter anderem der «Notre Dame de Fourvière», und im Anschluss ein Besuch im traditionsreichen Theater „Les Célestins“: In „Cold blood» beeindruckte die besondere Spielweise, nämlich mit Händen in verschiedenen Kulissen zu spielen.
Am Donnerstag stand ein Programmpunkt auf dem Plan, und zwar die Besichtigung des hochmodernen «Musée des Confluences» zum Atelier «Rebelles» rund um das Thema Tanz und Körperausdruck. Anschließend wurde am Nachmittag an den einzelnen Berichten der letzten Tage gearbeitet.
Am letzten Tag in Lyon durften sich die Schüler nach dem Frühstück bis zur Abfahrt in Kleingruppen in der Stadt bewegen und diese nach eigenen Vorstellungen erkunden. Am Abend kamen dann die Schüler nach der langen achtstündigen Zugfahrt wohlbehalten und voller Eindrücke von der drittgrößten Stadt Frankreichs in Villingen am Hauptbahnhof an. Jeder Schüler konnte seine ganz persönlichen Erfahrungen aus dieser Sprachreise mitnehmen und die vielfältigen Aspekte der „Résistances“, der „Widerstände“ in Geschichte und Gegenwart nachvollziehen.