Julius von Tarent
Anfang März startet das Gymnasium am Deutenberg (GaD) mit einer sehr reduzierten Inszenierung von Johann Anton Leisewitz‘ Drama „Julius von Tarent“ in die neue Theatersaison. Derzeit wird noch kräftig geprobt.
„Bei dieser Inszenierung geht es uns darum, der Psyche und vor allem der Beziehung der beiden Protagonisten, der Brüder Julius und Guido von Tarent, nachzuspüren“, begründet Regisseur Dennis Scheu das Ziel der GaD-Inszenierung von Johann Anton Leisewitz‘ Drama „Julius von Tarent“. Die Idee zu diesem Stück sei während der Proben zum letztjährigen Theaterprojekt „Herr der Fliegen“ entstanden: „Unsere beiden Darsteller haben eine ganz besondere Spannung zwischen sich, wenn sie miteinander spielen.
Da hat es mich gereizt, damit weiterzuarbeiten“, schwärmt Scheu. So werden bei den beiden Aufführungen Anfang März auch nur Dominik Byrne und Leo Kunze auf der Bühne stehen, wodurch sich schon abzeichnet, dass die Theatermacher kräftig an der regeldramatischen Vorlage geschraubt haben: Herausgekommen ist ein Duett für zwei Schauspieler und zwei iPads, über die weitere Charaktere des Stückes von zwei weiteren Schauspielern gesprochen eingespielt werden. Mit ihnen agieren dann die beiden „realen“ Schauspieler auf der Bühne, sodass die Protagonisten von ihren Kommentaren und Urteilen maßgeblich beeinflusst werden. Dadurch rückt diese Inszenierung auf sehr reduzierte Weise das Gefühl in den Vordergrund. „So entstehen starke Momente, die mir auch in den Proben immer wieder eine Gänsehaut über den Körper rauschen lassen“, berichtet Scheu von der Probenarbeit, die seit dem Beginn des Schuljahres läuft und aufgrund der zeitlichen Enge im gymnasialen Stundenplan vornehmlich abends und am Wochenende stattfand.
„Mir ist bewusst, dass die beiden damit eine enorme Mehrbelastung auf sich genommen haben. Dennoch bin ich unglaublich froh, dass sie es gewagt haben.“ Neben den Schauspielern werden zwei Musiker der schuleigenen Jazzband für musikalische Übergänge sorgen, indem sie die Stimmungen der Szenen in Improvisationen musikalisch aufgreifen und weiterdenken. Schüler der Licht-AG zeichnen für die Technik verantwortlich. Die Aufführungen finden statt am Montag, dem 06. März, und am Dienstag, dem 07. März, jeweils um 19.30 Uhr in der Aula des Gymnasiums am Deutenberg. Der Eintritt ist frei, wenngleich Spenden zur Finanzierung der Anschaffungen benötigt werden.