„Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen!“ – mit diesem Leitgedanken beschreibt Schulleiter Zoran Josipovic den Anspruch, der am Gymnasium am Deutenberg gelebt wird und der nun auch offiziell gewürdigt worden ist.
Mit der Ernennung zur „Kulturschule Baden-Württemberg“ erhält das Gymnasium am Deutenberg nämlich eine besondere Auszeichnung des Landes. Wie aus der nun eingetroffenen Erkennungsurkunde hervorgeht, wurde die Schule im Rahmen des Landesprogramms offiziell seit diesem Schuljahr bis zum Schuljahr 2027/2028 als Kulturschule anerkannt.
In der Urkunde würdigt das Land Baden-Württemberg das Engagement der Schule und gratuliert zur Auszeichnung. Kultusministerin Theresa Schopper betont darin: „Wir wünschen Ihnen viel Erfolg auf Ihrem Weg zur Kulturschule.“ Damit unterstreicht sie die Bedeutung kultureller Bildung als langfristigen Entwicklungsprozess.
Mit der nun eingetroffenen Ernennungsurkunde und der zugehörigen Plakette, die künftig im Schulhaus sichtbar sein wird, wird dieser Weg auch nach außen sichtbar gemacht.
Die Auszeichnung kommt nicht von ungefähr: Bereits seit Längerem setzt das GaD konsequent auf kulturelle Bildung als festen Bestandteil des Schullebens. Im Verständnis der Schule stehen Kreativität, ästhetische Erfahrung und kulturelle Teilhabe im Zentrum schulischer Entwicklung. Kunst, Musik, Theater, Literatur und weitere Ausdrucksformen werden dabei nicht isoliert gedacht, sondern als verbindende Elemente eines ganzheitlichen Lernens verstanden.
Ein besonders sichtbares Beispiel dafür war das schulweite Projekt „Eine Schule liest ein Buch“ im vergangenen Herbst. Eine ganze Woche lang beschäftigte sich die gesamte Schulgemeinschaft mit Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“. Der Auftakt erfolgte mit einer Lesung des Schweizer Autors Peter Stamm, die einen gemeinsamen Zugang zum Lesen eröffnete. In den folgenden Tagen wurde das Werk in unterschiedlichsten Formen erschlossen: Klassen setzten sich im Unterricht mit zentralen Motiven auseinander, entwickelten kreative Schreibprodukte, gestalteten künstlerische Arbeiten oder brachten einzelne Szenen szenisch auf die Bühne. So wurde Literatur nicht nur gelesen, sondern im gesamten Schulhaus erlebbar gemacht.
Die Aufnahme in das Landesprogramm eröffnet der Schule zugleich neue Möglichkeiten: Kooperationen mit Künstlerinnen und Künstlern sowie kulturellen Einrichtungen können ausgebaut, Projekte langfristig verankert und neue kreative Formate entwickelt werden.
Mit der Auszeichnung als Kulturschule erhält das Gymnasium am Deutenberg damit nicht nur eine Anerkennung für bereits Geleistetes, sondern zugleich einen klaren Auftrag für die Zukunft: Kultur als lebendigen Bestandteil von Schule weiterzuentwickeln und für alle Schülerinnen und Schüler erfahrbar zu machen.
