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Eine Zeitkapsel für die Zukunft

Wie erklärt man Menschen in 50 oder vielleicht sogar 100 Jahren, wie Schule im Jahr 2026 aussah? Die Antwort des Gymnasiums am Deutenberg landete beim Jubiläumsschulfest schließlich in einer Zeitkapsel, die Oberbürgermeister Jürgen Roth und Schulleiter Zoran Josipovic gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern im Innenhof vergruben.

Bevor die Kapsel im Boden verschwand, wanderte allerdings erst einmal ein kleines Stück Gegenwart hinein: Stundenpläne einer fünften Klasse und der Kursstufe 2, ein USB-Stick mit dem Imagefilm der SMV, das aktuelle Kollegiumsfoto, die Titelseite des Schwarzwälder Boten vom Tag des Schulfestes, das Jugendwort des Jahres „Das crazy“ und ein gemeinsamer Brief an die Menschen der Zukunft. Unterzeichnet wurde der Brief von Oberbürgermeister Jürgen Roth, Schulleiter Zoran Josipovic, die Schülersprecher Merle Goschkowski und Tristan Stoll sowie Nele Broda lieferten weitere Beigaben, bevor die Kapsel für die nächsten Jahrzehnte verschlossen werden konnte.

Das Verschließen der Zeitkapsel mit ihrem aufwendigen Gewinde sei eigentlich sein Projekt während der Projekttage gewesen, scherzte der Schulleiter: „Das ist doch besser als auf der Eisbahn.“ Denn anders als bei einer anderen Zeitkapsel, die Roth erst wenige Tage zuvor auf der Kunsteisbahn vergraben hatte, musste diesmal tatsächlich selbst zum Spaten gegriffen werden. Gemeinsam füllten Roth und Josipovic das Loch, in dem die Kapsel verschwunden war. „Bei der nächsten Sanierung werden wir sie vielleicht wieder ausgraben“, meinte Roth.

Dass sich das Jubiläum nicht nur mit der Zukunft, sondern auch mit der Vergangenheit beschäftigte, zeigte die Ausstellung im Foyer. Dort ging es um die Geschichte des Schulgebäudes und darum, wie sich Unterricht in sechs Jahrzehnten verändert hat. Alte Schulbücher, Zirkel, Rechengeräte und weitere Unterrichtsgegenstände erinnerten an frühere Generationen. Fotografien stellten damalige und heutige Ansichten gegenüber, ein Memory führte durch die Geschichte der Schulleiter, per QR-Code erzählten Menschen aus der Stadt von ihren Erinnerungen an das GaD, und auf einer Weltkarte konnten ehemalige Schülerinnen und Schüler mit Stecknadeln markieren, wohin es sie inzwischen verschlagen hat.

Fast noch greifbarer wurde der Blick zurück an anderer Stelle. Zum Schulfest hatte sich der erste Abiturjahrgang des Gymnasiums am Deutenberg aus dem Jahr 1966 wieder getroffen. Gemeinsam mit den Abiturientinnen und Abiturienten des Jahrgangs 2026 kamen die ehemaligen Schülerinnen und Schüler ins Gespräch. Mit Schulleiter Zoran Josipovic tauschten sie Erinnerungen aus den Anfangsjahren der Schule aus; etwa daran, wie sie beim Umzug des Gymnasiums zu Fuß quer durch Schwenningen marschierten und dabei sogar Landkarten durch die Stadt trugen.

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