Deutsche und französische Schüler auf den Spuren der deutsch-französischen Beziehungen

Drittortbegegnung des Gymnasiums am Deutenberg und des Lycée Mermoz

Die diesjährige Drittortbegegnung der Jahrgangstufen 10 und 11 des bilingualen und französischen Zuges des Gymnasiums am Deutenberg mit Abibac-Schülern des Lycée Mermoz/Saint-Louis steht unter dem Thema „Zwischen Annäherung und Distanz – Die Grenzregion Elsass-Lothringen und die deutsch-französischen Beziehungen“. In Straßburg treffen die Abibac- und Französisch-Schüler der Oberstufe des GaD auf die Abibac-Schülerinnen und Schüler aus Saint-Louis, der Abibac-Partnerschule des Gymnasiums am Deutenberg. Hier werden bereits erste Kontakte im Hotel Cap-Europe geknüpft. So werden zuerst binationale Kleingruppen gebildet, in welchen die Schülerinnen und Schüler sich Fragen für die am kommenden Tage stattfindenden Straßeninterviews überlegen. Mit Hilfe dieser Vorbereitungen, der Straßeninterviews und noch weiterer Gruppenarbeiten sollen die Schülerinnen und Schüler eine Präsentation erarbeiten, die am letzten Tag der fünftägigen Drittortbegegnung gehalten werden soll und so das in der Woche Erlernte kreativ zusammenfassen soll.

Der erste offizielle Tag der Drittortbegegnung beginnt nach dem Frühstück im Hotel mit dem Erkunden der Stadt Straßburg anhand der am Abend zuvor vorbereiteten Fragen, die nun an Passanten unabhängig von Alter und Nationalität gestellt werden.

Nach dem Mittagessen geht es für die deutsch-französische Gruppe und ihren insgesamt drei Begleitlehrern Frau Catherine Rampf, Frau Sabine Fuchs-Arnold und Herrn Rolf Christian Schloßmann mit dem Bus nach Metz weiter. Auch hier haben die Gruppen noch einmal Zeit, um Fragen an Passanten der Stadt zu stellen, bevor es dann eine interessante Stadtführung gibt. Von der Kathedrale mit ihren Spuren aus der deutschen Zeit während des Kaiserreichs geht es über typische französische Stadtviertel des 16. und 18. Jahrhunderts zum Kaiserviertel, das um 1900 unter Kaiser Wilhelm II. in unterschiedlichsten historisierenden Stilen gestaltet wurde und heute zum Weltkulturerbe gehört.

Im Anschluss daran gibt es eine kleine Erholungspause in der Herberge und Abendessen. Das Abendprogramm beinhaltet einen Kinobesuch mit einer französischen Komödie mit den französischen Kinostars Christian Clavier und Gérard Depardieu.

Der nächste Tag startet mit einem Frühstück in der Herberge und der Besichtigung der schönen Oper von Metz, einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert (siehe Foto). Die Schülerinnen und Schüler bekommen hier die Chance, den Bühnenarbeitern ganz persönliche Fragen zu stellen und so hinter die Kulissen einer Theater- und Opernaufführung zu schauen und zu erfahren, wie solche Kulissen entstehen. Nachmittags geht es dann mit dem Bus nach Scy-Chazelles weiter. Hier steht das Haus eines der Gründerväter Europas: Robert Schuman. Ein spannender Workshop mit einem Quiz für Schüler und der anschließenden Besichtigung des ehemaligen Wohnhauses gestalten den Tag sehr interessant. Später am Nachmittag geht es dann weiter zur nächsten Herberge, in der erst gemeinsam zu Abend gegessen wird und schließlich Zeit zur Auswertung und Erstellung der Gruppenpräsentation gegeben wird. Dies wird auch am nächsten Morgen nochmal der Fall sein, bevor die Gruppe sich dann mit dem Bus auf den Weg nach Schirmeck macht. Hier erhält die Gruppe eine Führung durch das Mémorial Alsace Moselle, welches die Geschichte des Elsass in faszinierender Weise darstellt und die Folgen des häufigen Nationalitätenwechsels von 1870 bis nach dem 2. Weltkrieg erfahrbar macht.

Die vorletzte Nacht verbringen die Jugendlichen in einer ländlichen Herberge in Mollkirch, in der auch wieder Zeit für die immer näher rückenden Präsentationen gegeben wird.

Am nächsten Morgen - nach dem Frühstück - ist es dann soweit. Die Gruppen stellen ihre in den letzten Tagen erarbeiteten Präsentationen den anderen Schülerinnen, Schülern und Lehrern vor. So erfahren alle nochmal eine interessante und oft humorvolle Zusammenfassung der vielen abwechslungsreichen Führungen, der oft lustigen Antworten von Passanten und der spannenden Besichtigungen vieler Institutionen, die ganz im Sinne des Themas „Zwischen Annäherung und Distanz – Die Grenzregion Elsass-Lothringen und die deutsch-französischen Beziehungen“ steht.

Der letzte Tag der Drittortbegegnung startet nach dem Frühstück in der Herberge mit der Rückfahrt nach Straßburg. Bevor die deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler sich hier trennen werden, um die Heimreise anzutreten, wird der Europarat besichtigt (siehe Foto). Auch hier gibt es wieder eine Führung, die für viele das Highlight der Reise sein wird. Hier wird auch spürbar, wie wichtig die europäische Idee und die Verteidigung der Menschenrechte für das Zusammenleben in Europa und in der Welt ist.

Auf der Zugheimfahrt gehen die vielen Bilder der Drittortbegegnung noch einmal durch den Kopf. Obwohl das volle Programm oft sehr anstrengend war, kommen doch alle mit vielen neuen Erfahrungen und neu Erlerntem nach Hause zurück.

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