Neigungskurs BK in der Stadtgalerie Villingen-Schwenningen

Die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen und das GaD wollen ihre Zusammenarbeit in Zukunft intensivieren.

Bei einem ersten Arbeitsgespräch haben Galerieleiterin Vanessa Charlotte Heitland und Kunsterzieherin Anna-Maria Saurer die Idee für ein Pilotprojekt entwickelt, das jetzt mit SchülerInnen der Kursstufe 2 des Gymnasiums am Deutenberg durchgeführt wird.

„Mein Ziel ist es, den Jugendlichen einen Weg in die Welt der Kunst zu eröffnen, ihre Neugier und Kreativität zu fördern und sie zu eigenem Denken und Tun zu befähigen.“, sagt Anna-Maria Saurer. „Der Besuch von außerschulischen Bildungsorten ist für das Fach Bildende Kunst unerlässlich. Die Bedeutung von Kunst lässt sich nicht allein im Klassenraum vermitteln.“

Die aktuelle Ausstellung 'Revisited. Neue Blicke auf die Sammlung' bietet dafür genau den richtigen Rahmen. Mit den ca. 90 präsentierten Werken aus der umfangreichen Sammlung der Städtischen Galerie zeigt sie nicht nur den Facettenreichtum und die Motivvielfalt in der Kunst seit dem späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart auf, sondern ermöglicht gerade durch die Ordnung nach Themenbereichen spannende und zugleich verständliche Zugänge zu den Werken. Diese wiederum regen zur Reflexion an, nicht nur über die Vielgestaltigkeit von Kunst, sondern gerade auch über gesellschaftliche wie persönliche Fragen der Wahrnehmung und Haltung.

In der Ausstellung nähern sich die SchülerInnen einzelnen, selbstgewählten Werken und lassen sich zu eigenen kreativen Statements anregen, sodass ein nonverbaler Dialog entsteht. Außerdem sollen Kurzanalysen zum gewählten Werk entstehen, die beschreiben, einordnen und interpretieren.
Beim ersten Besuch in der Galerie gab Vanessa Charlotte Heitland zunächst eine persönliche Einführung in die Ausstellung und stellte sich anschließend den Fragen der Jugendlichen zum Ausstellungskonzept, zu einzelnen Arbeiten und deren Inhalten oder auch zur Präsentation und Hängung der Bilder und Objekte.

"Die Vermittlung von Kunst und deren Kontexten sowie die Weitergabe meiner eigenen Begeisterung für das Thema sind für mich zentraler Bestandteil meiner Arbeit.", so Vanessa Charlotte Heitland. "Denn ich sehe meine Aufgabe als Galerieleiterin nicht nur darin, ausgewählte künstlerische Positionen zu präsentieren, sondern vor allem darin, über das Medium Kunst gesellschaftliche Werte zu vermitteln und Diskurse anzustoßen. Der gemeinsame Dialog mit den SchülerInnen ist daher für mich persönlich ein besonderes Anliegen."

Im Lauf der nächsten Wochen werden die kunstinteressierten Jugendlichen selbstständig in der Galerie und in der Schule an ihren Projekten arbeiten. Die Ergebnisse sollen anschließend in geeigneter Weise veröffentlicht werden.

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